Entwicklung erfolgt nicht linear, sondern in Sprüngen

Hoher äusserer Veränderungsdruck und hoher innerer Entwicklungsbedarf zwingen Organisationen, sich laufend zu transformieren. Dabei erfolgt die Entwicklung in Sprüngen.

Veränderungsintensität und Wettbewerbsintensität steigen durch die digitale Disruption im VUCA-Umfeld massiv (VUCA: Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity). Es zeichnet sich ein fundamentaler Wandel ab, wie Personen interagieren, was Kunden erwarten und wie Arbeit erledigt wird. Wer diesem äusseren Veränderungsdruck standhalten will, muss sich anpassen.

Gleichzeitig besteht innerer Entwicklungsbedarf: Unternehmen folgen ihrer Mission und Vision und entwickeln sich von innen heraus. Dabei sind je Lebensphase unterschiedliche Herausforderungen zu meistern:

  • Pionierphase: Existenzkampf, Aufbau von neuen Produkten und Leistungen
  • Wachstumsphase: Steigende Komplexität, effiziente Entscheidungsfindung, Standardisierung
  • Reifephase: Effizienzsteigerung und Automatisierung, Kostensenkung

Besonders anspruchsvoll sind dabei die Übergänge von der einen in die nächste Phase.

Die Kombination von äusserem Veränderungsdruck und innerem Entwicklungsbedarf führt zu einem konstanten Erneuerungsbedarf der Organisation. Die Entwicklung erfolgt dabei nicht laufend linear, sondern periodisch in Sprüngen. Je früher der nächste Entwicklungssprung geplant wird, desto weicher kann der Phasenübergang gemeistert werden. In der Realität wird aber in der Regel zu lange zugewartet. Erst wenn der Veränderungsdruck nicht mehr zu ignorieren ist, wird gehandelt. Dies führt dann oft zu ruppigen Wechseln.

*Quelle: Pfyffer & Schmid 2016: In der Transformation über sich hinauswachsen.

Dieter Schmid, www.pfyfferschmid.ch

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