Self Leadership – Selbstmanagement

Tagesablauf

Gestartet wurde – unter fachkundiger Anweisung unserer Tanzlehrerin– mit unserem fast schon institutionalisierten La-Bambele-Tanz. Damit wurden einerseits die grauen Hirnzellen aktiviert und der Schnauf-Ressourcenspeicher für den ganzen Tag gefüllt.  Am Vormittag wurden die Themen „Kreativitätsförderungen“ und „Agilität“ wie auch „Entscheidungen treffen – Komplexität bewältigen“ in der Theorie vermittelt und anhand von Gruppenarbeiten praktisch vertieft und die daraus resultierenden Erkenntnisse im Plenum reflektiert. Nach dem Mittagessen konnten wir uns anhand einer Live-Zuschaltung vergewissern, dass wir – mit einer Ausnahme – als Judo-Kampfrichter kläglich versagen würden. Nach einer kurzen Einführung in den „Change Prozess und die emotionale und soziale Intelligenz“ haben wir unser Energielevel anhand eines Stress-Schnell-Tests gemessen.  Der Ressourcenmanagement-Fragebogen hat uns dabei geholfen, unsere eigene künftige Ressourcenverteilung resp. Energiegewinnung zu planen und hoffentlich dadurch zu optimieren. Anschliessend haben wir uns anhand zweier Case Studies intensiv mit den Themen „Bewusst Entscheiden“ und „Change Prozess“ auseinander gesetzt. Als Hilfsmittel für die Problemanalyse und die daraus resultierende „kreative“ Lösungssuche haben uns die diversen Hilfsmittel (Folien, Fragebögen) geholfen.

Vor jeder Gruppenarbeit und oder wichtigen Arbeitsphase haben wir – mit dem Ziel einer positiven und fokussierten Grundeinstellung – kurze Atem- und Meditationsübungen durchgeführt. Genial! Einfach und hilfreich auch für meinen Arbeitsalltag.

Summary wichtigster Aussagen, Feststellungen und Erkenntnisse

  • Durch Selbstreflektion, Meditations- und Achtsamtkeitsübungen analysieren und entdecken wir unsere „versteckten Faktoren“ (unsere Treiber), die uns zum Handeln und Entscheiden bewegen. Aus diesem Wissen können wir kreative Lösungen ableiten.
  • Management by objectives (MbO) versus Management by social competence (MbSc); MbSc erzeugt am Ende des Tages eine deutliche Mehrleistung.
  • Menschen in Stresssituationen können nicht überlegen und können somit auch nicht die richtigen Entscheidungen treffen.
  • Bei jedem Change entsteht Stress; dieser kann mit positiven Gefühlen (Zuversicht, Humor, Sinnhaftigkeit und positiver Kommunikation) „behandelt“ werden.
  • Kultur ist nichts anderes als die Haltung eines Individuums.
  • Kreativität findet auf Ebene Mensch statt, die Agilität auf Ebene Organisation.
  •  „Eile mit Weile“: die Entwicklung von Kreativität erfordert Weile, bei der Agilität ist Eile geboten.
  • Mit Meditation wird die graue Hirnmasse nachhaltig vergrössert und das kreative Denkvermögen merklich gesteigert. Zudem wird die Neuroplastizität genutzt und neue Gehirnareale aktiviert. Es wird sozusagen ein neuer Geist geschaffen!
  • Die Kreativität (auf mentaler Ebene) ist einer der künftigen Schlüsselkompetenzen.
  • Der Flow-Zustand kann auf andere Menschen transferiert werden.
  • Komplexe Probleme sollten nach inneren und äusseren Faktoren analysiert werden. Impulsive Entscheidungen in solchen Fällen vermeiden und Ruhe bewahren.
  • Nur schon durch achtsamen und längeren Blickkontakt steigt der Oxytozin-Spiegel was zu einem prosozialen Verhalten führt.
  • Anhand Empathie bin ich mit anderem Menschen verbunden (auf Ebene Erfahrungen), anhand Mitgefühl zeige ich Verständnis für die Situation.
  • Strukturen und Prozesse von Organisationen sollten mit dem Ziel, die Haltung respektive die Kultur positiv zu beeinflussen, angepasst werden (Leistung sollte sekundärer Treiber sein).

Mein persönliches Fazit

Zum Schluss des Tages hat mir der Kopf recht gebrummt. Irgendwie wollte ich nicht wahrhaben, dass alles so komplex sein kann. Will soll ich das heute meinen Kindern erklären, über was wir die ganze Zeit diskutiert haben? Also habe ich auf dem Nachhauseweg (im Zug) so gut es ging, über meine Frage meditiert.  Das Resultat ist nicht weltbewegend aber kindergerecht aufbereitet.

„Wir haben heute darüber diskutiert, wie wir im Denken und Handeln wieder mehr Kind werden.“
Wieso (Anschlussfrage)? „Weil Kinder mehrheitlich frei von allen Denkmustern sind. Kinder können sich an einfachen und schönen Sachen erfreuen und zeigen ihre echten Gefühle. Sie können verzeihen, egal was passiert ist. Kinder wissen Nichts und trotzdem Wissen sie alles über das Leben.“

Ist in uns allen nicht ein Kind versteckt, das erneut erwecken werden will? Können wir das Kind in uns erwecken, indem wir mit Mut das Erlernte ausprobieren, justieren und praktizieren und/oder liegt es im Verarbeiten „meines intellektuellen Berges“?

Aus dem Unterricht des CAS Next Generation Leadership 2017 mit Dr. Cornelia Birta berichtet Roger Galliker

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