Teamführung und High Performance Teams

Positiv Leadership: Smile and the world smiles with you

Zugegeben, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Aber schaden kann ein Lächeln ja auch nicht. Bei der positiv gestalteten Teamführung geht es darum zu erkennen, wann ich intuitiv führen darf oder wann ich mich bewusst mit der Führungssituation auseinander setzen muss. Einfache Führungssituationen können mit „sehr viel Bauchgefühl“ gelöst werden. Die Erfahrungsmuster, die positiven Erlebnisse und Rückmeldungen der Mitarbeiter spielen dabei eine grosse Rolle. Anspruchsvolle Führungssituationen verlangen aber eine bewusste Auseinandersetzung mit der aktuellen Konstellation. Die durchdachte Anwendung der richtigen Führungsinstrumente und des richtigen Vorgehens helfen die Situation positiv zu meistern. Bei der Unterscheidung zwischen einfachen und schwierigen Führungssituationen muss man aber immer auch selbstkritisch bleiben und sich hinterfragen. Immerhin kann man auch das, was man seit 20 Jahren falsch macht als grossen Erfahrungsschatz abbuchen.

Führe ich positiv? Falls nicht, warum sollte ich das tun?

Forschungsergebnisse zeigen auf, dass positiv geführte Mitarbeitende über eine höhere Zufriedenheit und eine grössere Leistungsbereitschaft verfügen. Zumindest die Leistungsbereitschaft sollte für jeden Manager Grund genug sein, um sich damit auseinander zu setzen. Ganz nebenbei schlägt sich die positive Führung auch auf die Gesundheit der Mitarbeitenden nieder. Und wie führe ich positiv? Ganz einfach – durch bewusste Gestaltung eines positiven Arbeitsklimas, einer positiven Beziehung, einer positiven Kommunikation und einer positiven Sinngebung.

Mit anderen Worten: Es geht darum, den positiven Sinn, sprich das „Warum“ (Purpose, Meaning) zu vermitteln und damit die Mitarbeitenden von der Tätigkeit zu überzeugen. Um das positive Klima (Climate) zu fördern ist manchmal auch etwas Bescheidenheit und Demut gefragt. Leider ist dies in unserer heutigen Welt nicht mehr selbstverständlich. Eine stärkenorientierte Führung setzt voraus, dass ich die Stärken meines Teams kenne (Relationship). Dies führt wiederum dazu, dass ich meine Mitarbeitenden kennen muss. Damit kann ich bewusst Energie-Netzwerke aufbauen. Oder wer will schon gern mit Energieräubern unterwegs sein? Wichtig ist schlussendlich auch die positive Kommunikation durch die Stärkung des Selbstbilds und der gewährten Unterstützung (Communication).

Mit High Excellence Teams mehr erreichen

Forming – Storming – Norming – Performing kennt ja jeder. Ist auch schon alt, aber noch nicht veraltet. Alles performt also? Schön wär‘s. Jedes Team ist verschieden und erbringt unterschiedlich gute Leistungen. Wir aber wollen permanent hohe und zuverlässige Leistungen, Teams sollen wenn immer möglich ihre Ziele übertreffen. Aber wie sollen wir das erreichen?

Folgende Komponenten spielen eine grosse Rolle: die Teamzusammensetzung, die Art der Aufgabenstellung, die Handhabung der Aufgabe, die Vorbereitung und Reflexionsfähigkeit, die Beziehungsebene, die Qualität und Quantität des Outputs und das eigentliche Wohlbefinden der Teammitglieder. In anderen Worten heisst das, die Selektion und Beförderung, die Prozessgestaltung, die Vertrauensbasis und der respektvolle Umgang,  die Kontrolle und den internen Wettbewerb aktiv und bewusst zu gestalten. Bevor sie also das nächste Mal die Rekrutierung an die HR-Abteilung auslagern, sollten sie sich das gut überlegen. Wenn durch Misstrauen die Kontrolle verschärft wird, sollten sich über die zu erreichenden Ziele klar bewusst sein. Wenn die Beförderungsrunde ansteht, können sie die Teamperformance wesentlich beeinflussen und wenn der respektvolle Umgang leidet, wird es Zeit, sofort zu handeln. Oder wollen sie sich auch weiterhin mit Mittelmass begnügen?

Aus dem Unterricht des CAS Next Generation Leadership 2016 mit Prof. Dr. Antoinette Weibel und Dr. Dieter Schmid berichtet André Rindlisbacher

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